Vorwort

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UNION INTERNATIONALE POUR L'ETUDE SCIENTIFIQUE DE LA POPULATION

MEHRSPRACHIGES DEMOGRAPHISCHES WÖRTERBUCH

DEUTSCHSPRACHIGE FASSUNG bearbeitet auf der Grundlage der von einer Wörterbuchkommission der „Union" erstellten und von den Vereinten Nationen New-York veröffentlichten französischen, englischen und spanischen Ausgaben von Prof. emer. Dr. Dr. h.c. Wilhelm Winkler, Wien 1960

DEUTSCHE AKADEMIE FÜR BEVÖLKERUNGSWISSENSCHAFT an der Universität Hamburg

Die deutschsprachige Fassung erscheint im Selbstverlag der Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft, Hamburg.

Druck und Auslieferung: Hofmann-Druck, Augsburg


Vorwort zur französischen Fassung (In deutscher Übersetzung.)

Auf ihrer 4. Tagung beantragte die Bevölkerungskommission der Vereinten Nationen beim Generalsekretär, in sein Arbeitsprogramm die Vorbereitung eines Mehrsprachigen Demographischen Wörterbuchs aufzunehmen. (E/1313). Einige Monate später erklärte die Union Internationale pour l'Etude scientifique de la Population auf ihrer Hauptversammlung in Genf im Jahre 1949 ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an diesem Projekt und beschloß die Einsetzung einer Wörterbuchkommission, die die ersten vorbereitenden Schritte unternehmen sollte. Auf ihrer 5.; Tagung unterbreitete die Bevölkerungskommission dem Generalsekretariat den Vorschlag, das Angebot der Wörterbuchkommission anzunehmen, die dann den Auftrag erhielt, das geplante Wörterbuch in drei Sprachen — Englisch, Spanisch und Französisch — herauszubringen.

Im wesentlichen sollte es ein mehrsprachiges Wörterbuch im Dienste von Obersetzern werden. Es besteht aus einer Reihe einsprachiger Bände mit einer textlichen Erläuterung der in der Demographie gebräuchlichen Begriffe und einem alphabetischen Index. Die Entsprechung der Texte in den verschiedenen Bänden und die Verklammerung der Begriffe durch ein System von Bezugsnummern erlauben es, für ein und denselben Begriff die jeweiligen Ausdrücke in den verschiedenen Sprachen zu finden.

Die Wörterbuchkommission der „Union", die mit der Ausarbeitung der 3 Bände beauftragt war, setzte sich zusammen aus: Paul Vincent (Frankreich) als Vorsitzendem; Carlos E. Dieulefait (Argentinien), Harold F. Dorn (Vereinigte Staaten von Amerika), Eugene Grebenik (Vereinigtes Königreich), Pierpaolo Luzzatto-Fegiz (Italien), Marcelino Pascua (Schweiz) und Jose Ros Jimeno (Spanien) als Mitgliedern.

Ein erster Entwurf des Wörterbuchs wurde in französischer Fassung vom „Institut National d' Etudes Démographiques" (Frankreich) unter der Leitung von Paul Vincent ausgearbeitet. Die englische und spanische Fassung dieses Textes wurde von E. Grebenik bzw. Jose R. Jimeno bearbeitet.

Die Arbeit stand insofern etwas unter Zeitdruck, als derWeltbevÖlkerungskongreß bevorstand, dessen Teilnehmern dann der Entwurf als „Provisorische Ausgabe (Juni 1954)", veröffentlicht durch die Organisation der Vereinten Nationen (ST/SOA/Series A - Etudes Démographiques, Nr. 19) vorgelegt wurde. Andererseits hatte die Vorbereitung einer vorläufigen Ausgabe den großen Vorteil, daß die Kommission von zahlreichen Fachleuten Unterstützung und wertvolle Hinweise erhielt.

Viele Unvollkommenheiten der vorläufigen Ausgabe röhrten davon her, daß sie nur in einem Text, nämlich dem französischen, vorlag. Es zeigte sich für die weitere Arbeit als unvermeidbar, zwischen der angelsächsischen Fassung auf der einen und den romanischen Fassungen auf der anderen Seite einen Kompro-miß zu finden. Es ergab sich auch die Notwendigkeit, den Text mit Definitionen anzureichern, um dem Benutzer allfällige begriffliche Unterschiede zwischen gleichlautenden Ausdrücken in den verschiedenen Sprachen klar zu machen. Nachdem die Empfehlungen der Kommission Billigung gefunden hatten, wurde E. Grebenik beauftragt, den ursprünglichen Text auf englisch umzuarbeiten. Daraufhin erarbeiteten E. Grebenik und P. Vincent gemeinsam einen Kom-promißtext, den jeder der beiden der Fassung in seiner Sprache, der englischen und französischen zugrundelegte. R. Jimeno bearbeitete nun auf dieser Grundlage die spanische Fassung. Alle 3 Entwürfe wurden der Wörterbuchkommission der „Union" sowie einer Anzahl von Fachleuten vorgelegt, um zu einer endgültigen Fassung zu kommen.

Zu der Veröffentlichung der englischen, spanischen und französischen Fassung des Mehrsprachigen Demographischen Wörterbuchs müssen noch einige Besonderheiten hervorgehoben werden.

In erster Linie ist zu erwähnen, daß das Wörterbuch in hohem Grade Gemeinschaftsarbeit ist, also das Ergebnis nicht nur einer engen Zusammenarbeit zwischen den 3 hauptsächlichen Bearbeitern, sondern auch der tätigen Mitwirkung aller Mitglieder der Kommission. Wertvolle Ratschläge sind auch von zahlreichen Fachleuten gegeben worden, die sich der Mühe unterzogen, die Texte in den verschiedenen Stadien des Entstehens zu prüfen, und zuweilen recht ausführliche Beiträge zu leisten. Die meisten dieser Empfehlungen wurden ganz oder teilweise berücksichtigt, manche wurden - vielleicht unberechtigterweise — zurückgestellt.

Die Bearbeiter sahen sich oft vor einer Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten. Die Anlage des Wörterbuchs schloß es aus, in lange Erklärungen einzutreten; es mußte häufig zwischen mehreren möglichen Formulierungen gewählt werden. So trägt jeder Band den Stempel seines Bearbeiters, und die Erwähung seines Namens im Vorwort soll auf diese besondere Verantwortung hinweisen und in gleichem Maße die der übrigen Mitarbeiter entlasten.

Andererseits waren die Bearbeiter bei der Gestaltung des Textes manchen Beschränkungen unterworfen: die Forderung nach der unentbehrlichen Entsprechung der verschiedensprachigen Texte und das Bestreben, die gegebenen Anregungen zu berücksichtigen, haben sie oft zu Abweichungen von ihrer eigenen Meinung veranlaßt. Trotzdem haben sie die volle Verantwortung für den Text übernommen.

Es ist auch zu beachten, daß die Bände des Wörterbuchs keine demographischen Abhandlungen darstellen. Bei ihrer Ausarbeitung, wurde alles dem fundamentalen Zweck untergeordnet, den Übersetzern ein ihren Bedürfnissen angepaßtes Werkzeug zu liefern und diesem einen wahrhaft mehrsprachigen Charakter zu verleihen, indem alle Sprachen auf eine gemeinsame Unterlage gestellt wurden.

Nun sind Sprachen gewachsene Gebilde, die eine ihrer eigenen Logik gemäße Terminologie entwickeln, die zuweilen mit den rationalen Forderungen der Wissenschaft wenig vereinbar ist. Die in den verschiedenen Sprachen ausgedrückten Begriffe entsprechen sich oft sehr unvollkommen. Während die eine Sprache durch einen Überfluß an Ausdrücken ihr besonderes Interesse an einem Gegenstand bekundet, findet sich in der anderen nicht einmal eine einzige Bezeichnung dafür. Durch den Gebrauch von Anmerkungen haben sich die hieraus entstehenden Nachteile abschwächen lassen, ohne daß die Entsprechung der verschiedenen Fassungen berührt wurde; es ist aber klar, daß eine von lexikographischen Vorurteilen befreite Darstellung manchmal ein ganz anderes Bild gegeben hätte.

Solche lexikographische Vorurteile sind auch die Ursache gewisser Unebenheiten im Inhalt des Werkes. In bestimmten Fällen hat es nützlich geschienen, Begriffe in das Wörterbuch aufzunehmen, die nicht ohne weiteres als demographisch bezeichnet werden können, denen man aber in demographischen Abhandlungen häufig begegnen kann, ohne die Möglichkeit, sie in irgendeinem Wörterbuch zu finden.

Mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Benutzer hat sich die Wörterbuchkommission von dem Grundsatz leiten lassen, den tatsächlichen Gebrauch zugrundezulegen, auch wenn er fehlerhaft ist, und von einem solchen Gebrauch weder abzuraten noch zu einem richtig scheinenden zu raten, außer wenn darüber eine ziemlich allgemeine Übereinstimmung herrscht.

Die Veröffentlichung ist also nicht dazu bestimmt, die Terminologie zu normieren. Sie hat auch nicht die Aufgabe, Definitionen vorzuschlagen. Die Begriffsbestimmungen sind nur zur Verdeutlichung terminologischer Entsprechungen und zur genaueren Umschreibung der Begriffsinhalte aufgeführt. Die äußerste Kürze dieser Definitionen konnte zuweilen nur auf Kosten ihrer Genauigkeit erreicht werden. Zu einer Normierung der Terminologie wären Veröffentlichungen ganz anderen Charakters erforderlich. Um jedes Mißverständnis über diesen Punkt zu vermeiden, ist an den alphabetischen Index1) eine Liste neuerer Veröffentlichungen verschiedener internationaler Organisationen angeschlossen, in denen die Definitionen der verschiedensten demographischen Begriffe behandelt werden. Auf diese Veröffentlichungen sollte sich der Leser zurückziehen, sobald er sich nicht mehr nur einem Ubersetzungsproblem, sondern einem Definitionsproblem gegenübersieht.

Das Mehrsprachige Demographische Wörterbuch wird dem Wunsche seiner Initiatoren nur dann voll entsprechen, wenn es in vielen Sprachen verbreitet sein wird. Dank privater Initiative ist die Anfertigung einiger weiterer Fassungen bereits geplant oder in Verwirklichung begriffen. Darüber hinaus hat die Bevölkerungskommission auf ihrer 9. Tagung das Sekretariat gebeten, die Möglichkeit der Herausgabe eines Bandes in russischer Sprache zu studieren (E/2957). Die Erfahrung wird lehren, ob der zwischen den angelsächsischen und romanischen Fassungen verwirklichte Kompromiß auch mit den anderen germanischen, den slawischen und den nicht-europäischen Sprachen möglich ist.

1) der französischen Fassung — Anm. d. Übersetzers.

Einleitung

Die deutschsprachige Fassung des Mehrsprachigen Demographischen Wörterbuches fußt im wesentlichen auf der französischen Ausgabe, die unter dem Titel „Dictionnaire Démographique Multilingue" im Rahmen der Schriften des Sozialbüros der Vereinten Nationen (Etude démographique n° 29) erschienen ist.

Die Entstehungsgeschichte und alle wesentlichen Züge dieser Arbeit sind dem vorausstehenden Vorwort zur französischen Fassung zu entnehmen.

Bei der Hauptversammlung der „Union", die im Rahmen des Demographischen Weltkongresses in Rom im September 1954 abgehalten wurde, lagen je ein erster provisorischer Entwurf der französischen, englischen und spanischen Fassung des Mehrsprachigen Demographischen Wörterbuches vor. Dort übernahm es auch die Deutsche Akademie für Bevölkerungswissenschaft, der Mitglieder aus beiden Teilen Deutschlands, Österreich und der Schweiz angehören, im Einvernehmen mit dem Statistischen Bundesamt Wiesbaden, die Herstellung einer für das gesamte deutsche Sprachgebiet gültigen deutschen Fassung des Wörterbuches vorzubereiten. Das Statistische Bundesamt hat in seiner bisher von Herrn Ltd. Reg.Dir. Dr. K. Horstmann geführten Abteilung „Bevölkerungs- und Kulturstatistik" dem Unternehmen von allem Anfang bis zum Abschluß eine wirksame, nachhaltige Hilfe angedeihen lassen, wofür ihm hier besonderer Dank ausgesprochen wird.

Auf ihrer Hauptversammlung in Rio de Janeiro im Juni 1955 nahm die „Union" die vorzubereitende deutsche und auch eine herauszugebende italienische Fassung in ihre Obsorge.

Die Bearbeitung der deutschen Fassung wurde zunächst in die Hände von Herrn Dr. J. Götz, damals Oberregierungsrat im Statistischen Bundesamt, Wiesbaden, gelegt. Im September 1955 konnte in München eine von 18 Persönlichkeiten besuchte Arbeitstagung der Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft die Beratung an dem Wörterbuch aufnehmen, wobei in mühevollen Verhandlungen das erste Kapitel des Götz'schen Entwurfes durchgesprochen wurde. Auf dieser Münchner Tagung wurden auch auf Wunsch der „Union" zwei Vertreter der „Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft" und zwar Dr. Götz und Prof. Dr. Dr. hc. W. Winkler für den Wörterbuchausschuß der „Union" namhaft gemacht und von dieser auch zu Mitgliedern des Ausschusses bestellt. Im März l956 trat eine von 15 Persönlichkeiten besuchte Arbeitstagung der Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft in Marburg/L. zusammen, um hauptsächlich das sehr schwierige Wanderungsproblem zu besprechen. Die Ergebnisse der beiden Beratungen in München und Marburg wurden in einem Entwurf Nr. 2 des Wörterbuches niedergelegt. Unterdessen traten zwei Ereignisse ein, die eine Änderung der Lage herbeiführten. Herr ORR Dr. Götz wurde zum Direktor des Statistischen Amtes des Saarlandes bestellt und sah sich dadurch veranlaßt, seine Stellung als Wörterbuch referent der Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft niederzulegen; ferner erfuhren die den bisherigen Beratungen der Deutschen Akademie zugrunde gelegten Texte der französischen und englischen Fassung eine so weitgehende Änderung, daß eine vollständige Neubearbeitung des deutschen Textes notwendig wurde, die der Unterzeichnete in der dritten deutschen Fassung des Mehrsprachigen Demographischen Wörterbuches durchführte. Diese wurde auf den Arbeitstagungen der Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft in Berlin, November 1956 (11 Teilnehmer) und in Marburg, März 1957 (8 Teilnehmer) gründlich durchberaten. Auf der Grundlage der dort gefaßten Beschlüsse wurde vom Unterzeichneten eine vierte Fassung des deutschen Textes des Wörterbuches hergestellt. Da unterdessen auch die dritte französische Fassung in einer vierten Umarbeitung noch recht wesentliche Änderungen erfahren hatte, wurde die Ausarbeitung einer fünften Fassung notwendig, die in einer neuerlichen in Marburg im März 1953 abgehaltenen Arbeitstagung der Deutschen Akademie (12 Teilnehmer) eingehend erörtert wurde und eine sechste deutsche Fassung erbrachte.

Die inzwischen fertiggestellte italienische Fassung war für den in Marburg eingesetzten „Redaktionsausschuß" Anlaß zu nochmaliger sorgfältiger redaktioneller Überarbeitung des Manuskripts im September 1958 in Nürnberg und im März 1959 in Marburg. Unser besonderer Dank gebührt in diesem Zusammenhang dem Referat „Bevölkerung des Auslandes" des Statistischen Bundesamtes sowie dessen Leiter, Herrn Dipl. Volkswirt H. Schwen k, der über die abschließende Redaktion der siebenten deutschen Fassung hinaus den Index neu bearbeitete.

Es war also ein langwieriger, mühsamer Weg von den ersten Entwürfen bis zur letzten, siebenten druckreifen Fassung. Es wurden keine Bemühungen unterlassen, um das Werk auf den bestmöglichen Stand zu bringen. Eine voll befriedigende Lösung der Aufgabe ist kaum möglich. Völker sind lebende Körper, und Sprachen lebende Instrumente ihres geistigen Ausdrucks. Die demographische Wissenschaft ist bekanntlich in den verschiedenen Ländern verschiedene Wege gegangen und neben einem, allerdings überwiegenden, gemeinsamen Begriffsgut gibt es noch immer eine Fülle von Abweichungen, die in dem vorliegenden Wörterbuch z.T. in den Anmerkungen ausgeführt worden sind. Immerhin war der starre Rahmen der Einteilung nach Kapiteln und Paragraphen und der in den Paragraphen zu behandelnden Begriffe durch den französischen und englischen Originaltext gegeben. Die Bearbeiter konnten an diesen zwingenden Grundtatsachen nichts ändern, auch wenn sie in manchem nicht zustimmten. Auf abweichende Auffassungen in der Begriffswelt konnte zumTeil eingegangen werden; dagegen mußte die Kapitel- und Paragrapheneinteilung im ganzen übernommen werden, wie sie war. Unter anderem fand die Aufeinanderfolge der Kapitel — das Sterben vor dem Geborenwerden und die Wanderungen hinter der Allgemeinen Bevölkerungsbewegung gereiht — nicht die Zustimmung des Bearbeiters und seiner Berater; ein darauf bezüglicher Antrag, den der Bearbeiter der deutschen Fassung bei einer im Rahmen des Stockholmer Kongresses des Internationalen Statistischen Institutes (August 1957) abgehaltenen Sitzung des Wörterbuchausschusses der „Union" auf Umreihung dieser Kapitel einbrachte, wurde mit Stimmenmehrheit abgelehnt. So liegt die Verantwortung für die Anordnung des ganzen bei der französischen und englischen Fassung des Textes; es bleibt aber Stoff im einzelnen genug übrig, für den der Bearbeiter und seine Berater die gemeinsame Verantwortung tragen.

Die Teilnehmerzahl unserer Arbeits-Tagungen ist im Laufe der Beratungen kleiner geworden. Sie konnte und mußte es. Nachdem eine allgemeine Aussprache und Klärung der Meinungen stattgefunden hatte, empfahl es die Rücksicht auf das einzuschlagende Arbeitstempo, die späteren Beratungen in immer engerem Kreise durchzuführen.

An allen fünf Arbeitstagungen haben teilgenommen:

Univ.-Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hamburg, als Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Wilhelm Winkler, Wien, als Bearbeiter Univ.-Prof. Dr. Karl Freudenberg, Berlin

An vier Arbeitstagungen haben teilgenommen:

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Burgdörfer, München Reg.-Dir. Dr. Josef Götz, Saarbrücken Dr. Wolfgang KöIImann, Wuppertal

An drei Arbeitstagungen haben teilgenommen:

Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Bickel, Zürich Prof. Dr. Karl Valentin Müller, Nürnberg Dr. Elisabeth Pfeil, Hamburg Univ.-Prof. Dr. Gotthold Rhode, Mainz Dr. Karl Schwarz, Wiesbaden

Acht weitere Sachkenner haben an zwei und zwölf weitere an einer Arbeitstagung teilgenommen.

Zu danken haben wir auch für wertvolle schriftliche kritische Ausarbeitungen von Sachverständigen bei der Vorbereitung der jeweils zu beratenden Fassungen. Der Zusammenarbeit von ihnen allen verdankt die vorliegende Fassung des Demo-graphischen Wörterbuches ihre jetzige Gestalt.

Ganz besonderer Dank gebührt Herrn Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, dem Präsidenten der Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft, für die große Energie, mit der er die Arbeiten an dem Wörterbuch einleitete, vorwärts trieb und zum glücklichen Abschluß brachte, jeweils auch darauf bedacht, die zur Deckung der auflaufenden Kosten notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen. Ihm gebührt das Hauptverdienst am Zustandekommen dieser Arbeit.

Zu danken haben wir ferner dem Bundesministerium des Innern und der Universität Hamburg, die die von der Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft aufgegriffene Aufgabe der Erstellung einer deutschsprachigen Fassung des Demographischen Wörterbuches verständnisvoll gefördert und auch die Drucklegung ermöglicht haben.

Möge die hier geleistete Arbeit dazu beitragen, durch Klärung und Vereinheitlichung der demographischen Begriffe die internationale Verständigung auf diesem Gebiet zu erleichtern, Prof. Dr. Dr. h. c. Winkler, Wien


Anleitung für den Gebrauch des Wörterbuches

Das Mehrsprachige Demographische Wörterbuch ist in je einer deutschen, französischen, englischen, spanischen und italienischen Fassung erschienen. Jede Fassung besteht aus einem Textteil mit Anmerkungen und einem alphabetischen Index.

Im Textteil des Wörterbuches sind die in der Demographie verwendeten fachlichen Begriffe zusammenhängend dargestellt und erläutert. Er umfaßt 9 Kapitel, von denen jedes in verschiedene Abschnitte unterteilt ist. Jeder Abschnitt ist durch eine dreistellige Ziffer gekennzeichnet, deren erste Stelle die Nummer des Kapitels angibt. Die in den Text eingearbeiteten demographischen Begriffe sind fett gedruckt und rechts oben mit einer Ziffer versehen, die in Verbindung mit der Nummer des Abschnitts die Bezugsnummer des jeweiligen Begriffs (z.B. 101—1} ergibt.

Bei den Grundbegriffen des Textes ist eine genaue Entsprechung zwischen den verschiedensprachigen Fassungen gegeben. Die Gleichheit der Begriffe kommt in dem System der Bezugsnummern (vierstellige Ziffern ohne Sternchen) zum Ausdruck, indem gleichen Begriffen gleiche Bezugsnummern zugeordnet sind.

Manchen Abschnitten sind Anmerkungen nachgestellt. Diese Anmerkungen enthalten grammatikalische Wortbestimmungen und geben Hinweise auf andere Stellen im Wörterbuch; ferner vermitteln sie eine zusätzliche Terminologie, die mit dem jeweiligen Grundbegriff im Zusammenhang steht. Die dem Grundbegriff innerhalb des Textes beigegebene Ziffer wird der Anmerkung vorangestellt. Begriffe, die in den Anmerkungen enthalten sind, sind im Stichwortverzeichnis und an anderen Stellen im Wörterbuch durch ein Sternchen hinter der Bezugsnummer kenntlich gemacht.

In den Abschnitten 303 und 344 über die Verwaltungseinteilung und das Bildungs-wesen wurden die Begriffe in den anderssprachigen Fassungen aus Gründen mangelhafter Vergleichbarkeit von Land zu Land nicht numeriert. In der deutschen Fassung wurde auf jeglichen Text verzichtet, da sich die Verhältnisse des deutschen Sprachgebietes einer kurzen Darstellung im Rahmen eines Wörterbuches entziehen.

Der Gebrauch des Wörterbuches soll an folgendem Beispiel erläutert werden: Der französische Begriff "démographie historique" sei ins Deutsche zu übertragen. Im französischen alphabetischen Stichwortverzeichnis ist die Bezugsnummer dieses Begriffs (105—1) angegeben. Schlägt man nun im deutschen Text den entsprechenden Abschnitt (105) nach, dann findet man unter der Ziffer 1 den entsprechenden deutschen Ausdruck „Bevölkerungsgeschichte". Es wird empfohlen, den ganzen Abschnitt, in dem ein bestimmter Begriff vorkommt, nachzulesen, einschließlich der Anmerkungen, um die Bedeutung des Wortes genauer zu fixieren; auch haben redaktionelle Erfordernisse verschiedentlich dazu gezwungen, die Grundbegriffe innerhalb eines Abschnittes abweichend von der Zahlenfolge der Bezugsnummern anzuordnen.

Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, daß bei mehreren synonymen Begriffen (Ausdrücke, die dieselbe Nummer haben) der erstgenannte oder einer der ersten vorzuziehen ist, da die am häufigsten gebrauchten Ausdrücke bei den Aufzählungen allgemein an den Anfang gestellt worden sind.

Alle fett gedruckten Ausdrücke des Textes und der Anmerkungen sind im Index unter Angabe der Bezugsnummer alphabetisch geordnet; durch die Beigabe der Bezugsnummer ist ihr Standort im Textband bestimmt.

Bei den im Text enthaltenen Grundbegriffen gibt es neben einfachen auch zusammengesetzte Wörter sowie Wortgruppen. Bei der Alphabetisierung im Index wurde so verfahren, daß die zusammengesetzten Ausdrücke und Wortgruppen unter jedem einzelnen Stichwort zu finden sind. Beispielsweise findet man „Wirt-schaftsdemographie" auch unter „-Demographie, Wirtschafts" und „qualitative Demographie" unter „Demographie, qualitative". Nach Möglichkeit wurde bei Substantiven die Einzahl und bei Verben der Infinitiv verwendet.


=Liste der in der deutschen Ausgabe verwendeten Abkürzungen

Adj. Adjektiv P.P. Partizip des Perfekt
Adv. Adverb P.Pr. Partizip des Präsens
f. weiblich r. reflexiv
m. männlich S. Substantiv
n. sächlich Sg. Singular
i. intransitiv t. transitiv
Pl. Plural V. Verb


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