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Die „Heiratshäufigkeit” (501-1) wird durch die Heiratsziffer 1 (Eheschließungsziffer 1) gemessen, von der die rohe Heiratsziffer 2 oder, genauer ausgedrückt, die rohe Jahresziffer der allgemeinen Heiratshäufigkeit 2 berechnet wird, indem die Zahl der Jahresheiraten auf die mittlere Jahres-Gesamtbevölke-rung bezogen wird.

  • 1. Wird statt der Zahl der Heiraten die der Heiratenden (505-4) gebraucht, so verdoppelt sich diese Heiratsziffer naturgemäß, die dann nicht Heiratsziffer, sondern Heiratendenziffer genannt werden muß. Beide Ziffern werden gewöhnlich auf 1000 der Bevölkerung berechnet.

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Man kann die Heiratshäufigkeit der Männer 1 und die Heiratshäufigkeit der Frauen 2 getrennt untersuchen. Diese besonderen Heiratsziffern nach dem Geschlecht 3 werden gewöhnlich auf die Zahl der „Heiratsfähigen” (514-1*) bezogen. Dabei kann dann auch noch eine weitere Gliederung nach dem Familienstand erfolgen, was zu der besonderen (speziellen) Heiratsziffer der Ledigen 4 und zu der Heiratsziffer der Verwitweten und Geschiedenen 5 führt. Die Gliederung nach dem Geschlecht (eventuell auch nach dem Familienstand) kann ferner kombiniert werden mit derjenigen nach dem Alter (meist Altersjahren), was zur Heiratsziffer nach dem Alter 6 (altersspezifische Heiratsziffer 6) führt. Schließlich kann nach bisherigem Familienstand und Geschlecht das durchschnittliche Heiratsalter 7 berechnet werden.

  • 5. Die „Heiratsziffer der Verwitweten und Geschiedenen” wird oft als Zusammenfassung der Heiratsziffer der Verwitweten und der Heiratsziffer der Geschiedenen verwendet.

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In Analogie zu den „Sterbetafeln” (431) berechnet man Heiratstafeln 1 nach dem Geschlecht, entweder für die „Ledigen” (515-2) allein oder auch für die anderen Familienstände der „Heiratsfähigen” (514-1). Sie beruhen auf Heiratswahrscheinlichkeiten 2 (134-1), das ist der Wahrscheinlichkeit der ins Alter x Eintretenden, vor Erreichung des Alters x 4 + 1 zu heiraten. Bei Beschränkung auf die Ledigen spricht man von den Heiratstafeln der Ledigen 3. Heiratstafeln sehen,von den Wirkungen der Sterblichkeit ab. Wird der Abgang der Heiratsfähigen durch Tod mitberücksichtigt, so entstehen Abgangsordnungen der Ledigen 4. Solche Abgangsordnungen sind Tafeln mit doppeltem Abgang 5, da die fiktive Ausgangsmasse gleichzeitig durch Heirat und durch Tod vermindert wird. Aus solchen Abgangsordnungen kann man ersehen oder berechnen: die ledig das Alter x Erlebenden 6, die nicht ledig das Alter x Erlebenden 7, die Überlebenswahrscheinlichkeiten der Ledigen 8 und die Lebenserwartungen der Ledigen als Ledige 9.

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Ehescheidungsziffern. 1 werden berechnet, um die Häufigkeit von „Ehescheidungen” (511-1) zu messen. Die rohe Ehescheidungsziffer 2 wird durch Beziehung der Zahl der Ehescheidungen eines Jahres auf die mittlere Bevölkerungszahl dieses Jahres berechnet. Eine stärkere Aussagekraft besitzt die Scheidungsziffer der Ehen 3, die durch Beziehung der Ehescheidungen auf die Zahl der bestehenden Ehen („Ehepaare”, 501-8) zustandekommt. Soweit die verfügbaren statistischen Angaben es gestatten, können auch besondere (spezielle) Ehescheidungsziffern nach dem Alter 4 und besondere (spezielle) Ehescheidungsziffern nach der Ehedauer 5 berechnet werden. Es wird schließlich auch eine Ehescheidungsziffer nach Eheschließungen 6 berechnet, indem die Zahl der Ehescheidungen eines Jahres auf die Zahl der im gleichen oder (in einem gewogenen Durchschnitt) in den vorausgehenden Jahren geschlossenen Ehen bezogen wird.

  • 1. Es kann daneben (ähnlich wie bei der Heirafsziffer die „Heiratendenziffer”, 520-1*) auch eine Geschiedenenziffer durch Beziehung der geschiedenen Ehegaften auf die Gesamtzahl der Bevölkerung berechnet werden, was dann natürlich zu zweimal so hohen Ergebnissen führt.

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Falls die notwendigen Angaben zur Verfügung stehen, können Eheauf-lösungsziffern 1 (510-1) nach Ursachen (Tod oder gerichtliche Ehelösung, 511-1) und weiteren Merkmalen, wie Eheschließungsalter 2 (Heiratsalter 2), dem Altersunterschied der Ehegatten 3 und der Ehedauer 4, berechnet werden. Man erhält auf diese Weise Eheauflösungstafeln 5 verschiedenster Art.


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