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Die Ehelichkeit 1 einer „Geburt” (601-3) wird bestimmt durch den juristischen Charakter der „Verbindung” (501-3), aus der das Kind hervorgeht (501-2, 503-3). Streng genommen, sind nur solche Kinder eheliche Kinder 2, die in der Ehe der „Eltern” (112-2) empfangen wurden. Im allgemeinen entscheidet aber über den Charakter einer Geburt als eheliche Geburt 3 oder uneheliche Geburt 4 der Familienstand der Mutter im Augenblick der „Geburt” (603-4), daher werden Kinder aus einer vorehelichen Empfängnis 5 als ehelich betrachtet, wenn der Geburt die „Eheschließung” (501-4) vorausgegangen ist. Ein uneheliches (illegitimes, natürliches) Kind 6 ist ein solches, dessen Eltern weder zur Zeit der Geburt noch zur Zeit der Empfängnis durch eine Ehe verbunden waren. Es kann vom Vater anerkannt 7 werden. Ein legitimiertes Kind 8 ist ein durch einen Legitimierungsakt (meist nachfolgende Ehe der Eltern) in den Status der Ehelichkeit erhobenes uneheliches Kind. Die Voraussetzungen der Legitimierung 9 sind von Land zu Land verschieden.

  • 6. Den „unehelichen Kindern” gleichgestellt sind die zwar in der Ehe geborenen, aber nicht vom Ehemann abstammenden außerehelichen Kinder, wenn die Ehelichkeit mit Erfolg angefochten worden ist.
  • 7. anerkennen, V. t. — Anerkennung, S. f.
  • 9. Legitimierung, S. f. — legitimieren, V. t. — dagegen sich legitimieren — sich ausweisen, Legitimation, S. f. der gesetzliche Personalausweis, auch die gesetzliche Berechtigung.

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Wenn die Geburten nach der Ordnungszahl (Reihenzahl) der Geburt 1 gegliedert werden sollen, kann diese Ordnungszahl auf verschiedene Weise ermittelt werden. Es ist möglich, nur die Kinder aus der jetzigen Ehe 2 (Kinder aus der bestehenden Ehe 2) zu berücksichtigen oder alle von der gleichen Mutter geborenen Kinder 3 (Parazahl 3), wobei die totgeborenen Kinder mitgezählt werden oder nicht. Man ersetzt manchmal die Zahl der Geborenen durch die Zahl der Niederkünfte 4 (603-4) oder durch die Zahl der Schwangerschaften 5 (602-5). Unter den gebärenden Müttern werden nach der Ordnungszahl der Niederkunft 6 die Erstgebärenden 7 (primiparae 7) und die Mehrgebärenden 8 (multiparae 8) unterschieden. Eine Frau ohne Geburt 9 wird auch mit nullipara 9 bezeichnet.

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Zur Erfassung der Aufeinanderfolge der Geburten 1 in der „Ehe” (501-2) erhebt man die Geburtenabstände 2, bei der Erstgeburt den Abstand Eheschließung — Erstgeburt 3, bei den folgenden Geburten den Abstand von der vorangegangenen Geburt 4. Es wird auch die Ehedauer bis zum n-ten Kinde 5 erfaßt. Solche Erhebungen dienen dem Studium der „Zeitfolge der Geburten”. Der Ausdruck Geburtenplanung 6 (Bewußte Elternschaft 6) kennzeichnet den Willen des Ehepaares, Zeitfolge und Zahl der Geburten zu bestimmen. Für die Erforschung des Einflusses der Schwangerschaft auf die Empfängnisbereitschaft werden die Schwangerschaftszwischenräume 7 (Zeiten der Nichtschwangerschaft7) erfaßt, das sind die Zeiträume, die zwischen der „Eheschließung” (501-4) oder einer „Niederkunft” (603-4) oder einer „Fehlgeburt” (603-5) einerseits und der nachfolgenden „Empfängnis” (602-1) andererseits liegen.

  • 2. Geburtenabstand, S. m.
  • 6. Die zeitliche Folge der Geburten wird nach einem Geburtenplan festgelegt.

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