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Bisweilen wird die Bevölkerung nach Sprachen 1 und Mundarten 2 (Dialekten 2) unterschieden. Man spricht dann von der Muttersprache 3, in der der Mensch zuerst sprechen gelernt hat, und von der Umgangssprache 4, deren sich eine Person im gewöhnlichen Umgange bedient. Bei Doppelsprachigen 5 oder Mehrsprachigen 5 ist es bisweilen schwer, die obigen Unterscheidungen zu treffen.

  • 1. Sprache, S. f. — sprachlich, Adj.
  • 2. Dialekt, S. m. — dialektlich, Adj. dagegen dialektisch, Adj. Fachausdruck der Philosophie, der eine gewisse Denk- und Darstellungsmethode bezeichnet.
  • 3. Eine Art „Muttersprache” ist auch die Denksprache, d. h. die Sprache, in der ein Mensch denkt.
  • 4. Bei der „Umgangssprache” ist zu unterscheiden die Sprache des Umganges, die gewöhnlich mit der Sprache der Umwelt zusammenfällt, und die in der Familie benützte Sprache, die Familien-sprache.
  • 5. doppelsprachig, Adj. — Doppelsprachigkeit, S. f. mehrsprachig, Adj. — Mehrsprachigkeit, S. f.

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Die Religionsstatistik 1 (Statistik der Religionszugehörigkeit 1) gliedert die Bevölkerung nach den großen Religionsbekenntnissen 2, innerhalb dieser nach Glaubensgemeinschaften 3 (Konfessionen 3, Kirchen, Landeskirchen, Freikirchen), Riten 4 und Sekten 5. Eine Person, die sich zu keiner Religion bekennt, wird als Konfessionsloser 6 (Dissident 6, Freidenker 6, nicht ganz zutreffend auch als Atheist 6) bezeichnet.

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Die Bevölkerung über einer Altersgrenze (im allgemeinen 10 Jahre) wird häufig nach dem Bildungsgrad 1 gegliedert. Man bezeichnet als Analphabeten 2 Personen, die weder lesen noch schreiben können. Personen, die nur lesen aber nicht schreiben können, nennt man Halbanalphabeten 4. Die Bezeichnung „der Alphabet3 (zum Unterschied von der mit „das Alphaber” bezeichneten Buchstabenreihe) hat sich im Deutschen noch nicht eingebürgert. Statt dessen müssen wir sagen der des Lesens und Schreibens Kundige 3. Die Statistiken des Bildungsgrades 5 können eine Gliederung der Bevölkerung nach der Dauer des Schulbesuches 6 oder nach absolvierten Schulen 7 oder nach erlangten Graden 7 (Zeugnissen höherer Schulen 7) vornehmen, doch hängen solche Gliederungen von der jeweiligen Organisation des Bildungswesens 8 in dem betrachteten Lande ab.

  • 2. Analphabet, S. m. — analphabetisch, Adj. — Analphabetentum, S. n. (= Analphabetismus S. m.)

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Es ist gebräuchlich, drei Unterrichtsstufen 1 zu unterscheiden: Die Elementarstufe 2, die Mittelstufe 3 und die Hochschulstufe 4. Die Bildungsstätten 5 sind nach Wesen und Bezeichnung je nach der Unterrichtsorganisation der Länder verschieden, doch können sie im wesentlichen nach den erwähnten drei Stufen unterschieden werden: Schulen der Elementarstufe 6, Schulen der Mittelstufe 7 und Hochschulen 8.

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Die Typen und Bezeichnungen im Schulwesen sind von Land zu Land so verschieden und so sehr in der Entwicklung begriffen, daß sie sich einer Darstellung in diesem Rahmen entziehen. Man findet die Systematik ihrer Bezeichnungen v.o. in den jeweiligen Unterrichtsstatistiken.

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Das Wort Klasse 1 bezeichnet eine Gruppe von Schülern 2, die gleichzeitig von einer oder von mehreren Lehrpersonen 3 (Lehrern 3) in dem gleichen Klassenraum 4 unterrichtet werden. Um die Schüler gleichen Studienfortschrittes zu kennzeichnen, gebraucht man den Ausdruck Jahrgang des Unterrichts 5 oder Schuljahrgang 5 (Studienjahrgang 5). Im deutschsprachigen Raum wird der Ausdruck Studierender 6 nicht nur für die Studierenden an Hochschulen (dort auch als Student 6), sondern auch für die Schüler an Fachschulen, Ingenieurschulen und lehrerbildenden Anstalten (Lehrerbildungsanstalten) gebraucht, die Bezeichnung „Schüler” dagegen meist nur für Schüler der allgemeinbildenden Schulen, Berufsschulen und Berufsfachschulen.

  • 3. Die Lehrpersonen werden an Elementarschulen „Lehrer”, an Hochschulen — in Bayern und Österreich auch an Oberschulen bzw. Mittelschulen — Professoren genannt.
  • 5. Die Zählung der Jahrgänge erfolgt immer von unten nach oben, während die Zählung der Klassen nicht einheitlich ist. In Österreich und neuerdings in Deutschland erfolgt sie ebenfalls von unten nach oben.
  • 6. Die Bezeichnung „Student” wird in Österreich gelegentlich auch für Schüler gewisser Typen der Mittelstufe benützt.

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Die Schulstatistiken 1 unterscheiden gewöhnlich zwischen dem Stande der eingeschriebenen Schüler 2 (eingeschriebenen — immatrikulierten — Studenten 2) und den in einem gegebenen Zeitpunkt tatsächlich anwesenden Schülern 3 (tatsächlich anwesende Studenten 3), woraus die Häufigkeit der Schulanwesenheit 4 (Anwesenheitsziffer 4) berechnet werden kann. In vielen Ländern unterliegen die Kinder gewissen Alters der Schulpflicht 5. Das Schulalter 6 ist dann gleichbedeutend mit dem schulpflichtigen Alter 6, und die Statistik erfaßt dann häufig die Zahl der im schulpflichtigen Alter stehenden Kinder 7 (Bevölkerung im schulpflichtigen Alter 7).

  • 4. Diese „Anwesenheitsziffer” ist nicht zu verwechseln mit der Schulbesuchsziffer, d. i. das Verhältnis der eingeschriebenen Schüler zur Zahl der Kinder im Schulalter.
  • 6. In Deutschland, Österreich und der Schweiz vom 6. bis zum 14. (oder 15.) Lebensjahr.

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