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Mehrsprachiges Demographisches Wörterbuch (erste Ausgabe 1960)

Exogamie

Aus Demopædia
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Exogamie  (Exogamie, S. f.,)


Man spricht von Endogamie1 im strengen Sinne des Wortes, wenn die Eheschließung nur zwischen Angehörigen einer gleichen, zahlenmäßig beschränkten Bevölkerungsgruppe, auch Isolat2 genannt, stattfinden darf. Die Grenzen eines Isolats können geographisch, sozial, national, religiös usw. gegeben sein. Im weiteren Sinn spricht man von „Endogamie” dort, wo eine offensichtliche Neigung der Mitglieder einer Bevölkerungsgruppe besteht, ihre Ehepartner aus der gleichen Bevölkerungsgruppe zu wählen. Das Gegenstuck der Endogamie ist Exogamie3, wenn die Wahl des Ehepartners außerhalb der Bevölkerungsgruppe, der die heiratende Person selbst angehört, erfolgt, wobei das Wort im strengen Sinne ein Verbot der endogamischen Heiraten voraussetzt. Mischehen4 sind Ehen zwischen Partnern verschiedener religiöser, nationaler, rassischer usw. Zugehörigkeit. Wenn die Ehegatten in gewissen körperlichen, geistigen oder sozialen Merkmalen Gemeinsamkeit aufweisen, spricht man von Homogamie5, andernfalls von Heterogamie6.

  • 1. Endogamie, S. f. — endogamisch, Adj.
  • 2. Isolat, S. n. — isolieren, V. t.
  • 3. Exogamie, S. f. — exogamisch, Adj.
  • 5. Homogamie, S. f. — homogamisch, Adj.
  • 6. Heterogamie, S. f. — heterogamisch, Adj.


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